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Gasthaus zum weissen Kreuz . Seewernstrasse 12 . 6423 Seewen (SZ)  

 

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   09.10.2016  Aktueller Gemeinderat gegen Umfahrungstunnel durch Urmiberg


Die Kommunalbehörde könnte Bundesgelder für den Bau einer Dorfumfahrung von Seewen beantragen, setzt aktuell aber auf andere Prioritäten

p. Es ist ein leidiges Thema, das die Bevölkerung schon seit Jahrzehnten beschäftigt: die Verkehrsflüsse durch Seewen. Aus dem einstigen Kurort der guten Luft und der Heilwasser wegen leidet Seewen heute unter der Verkehrsflut. Diese ist zum grossen Teil so von ‚Schwyz‘ gewollt, weil der Hauptort beispielsweise den Schwerverkehr lieber in die Filialen lenkt als ihn selbst zu tragen. Dass sich die betroffene Bevölkerung für etwas mehr Lebensqualität einsetzt ist daher mehr als nachvollziehbar. So fordern Gruppierungen schon seit Jahrzehnten eine Dorfumfahrung beispielsweise mittels Tunnel durch den Urmiberg. Dieser würde das Dorfzentrum massiv entlasten. Neu ist diese Idee notabene überhaupt nicht. Der Gemeinderat der 1980er Jahre selbst gleiste eine Verkehrsplanung auf mit zahlreichen damals schon visionären Lösungsansätzen. 1992 wurde ein entsprechender Plan in alle Haushaltungen verteilt (siehe nachstehend). Doch von den zukunftsträchtigen Ideen wird wohl nur eine einzige umgesetzt: die Idee einer neuen Brücke über die Muota südlich von Ibach. Die grosszügigen Verbindungsstrassen um die Dörfer herum werden dagegen immer unwahrscheinlicher – auch, weil der nachfolgende Gemeinderat andere Prioritäten setzte…

Jetzt gerade hat er wieder eine grosse Chance vertan. Nachdem der Bund die Kommunen eingeladen hatte, visionäre Infrastrukturprojekte aufzulisten und in ‚Bern‘ anzumelden, schlossen sich die Talboden-Gemeinden Schwyz, Ingenbohl und Steinen zu einer Arbeitsgruppe zusammen und listeten ihre Wünsche auf. Leider blieb der ‚Urmibergtunnel‘ auf der Strecke. Ob absichtlich oder nicht, darüber kann spekuliert werden. Denn Fakt ist, dass der Umfahrungstunnel urplötzlich aus dem Richtplan Rigi-Mythen gelöscht worden ist – auf Begehren wohl einer ‚starken Stimme‘ im Verwaltungsapparat. Denn für die Aufnahme dieses Tunnels in den Richtplan setzten sich jahrelang zahlreiche Gruppierungen und namhafte Persönlichkeiten ein.

Dem örtlichen Quartierverein Unterseewen&Seewenstrasse ist ebenfalls zu Ohren gekommen, dass Bundesgelder für Infrastrukturprojekte fliessen – sofern sie beantragt werden. Er hat daher beim Gemeinderat Schwyz angeklopft und ihn gebeten, den Tunnel im Programm mitzunehmen. Doch die Antwort, die der Quartierverein am 26. September 2016 von der Geschäftsstelle Agglomerationsprogramm erhielt, die war ernüchternd. Ihm wurde mitgeteilt, dass der ‚Umfahrungstunnel‘ nicht mehr im Richtplan aufgelistet sei und daher nicht im Agglomerationsprogramm mitgeführt werde…

(Anmerkung: Bleibt die Frage offen, ob in diesem Falle von politischer Willkür oder von Schweinerei gesprochen werden kann...)

 

Ende der 1980er Jahre liess der damalige Gemeinderat ein Verkehrskonzept ausarbeiten. Darin enthalten war eine Dorfumfahrung von Seewen im Urmiberg. Doch die nachfolgenden Gemeinderäte wehrten sich vehement gegen dieses Projekt – auch jetzt wieder!

 

Vor geraumer Zeit schlossen sich die Gemeinden Schwyz, Ingenbohl und Steinen zur Arbeitsgruppe ‚Agglomerationsprogramm Talkessel Schwyz‘ zusammen, um Bundesgelder für Infrastrukturprojekte abzuholen. Der Bezirk Schwyz und der Regierungsrat unterstützten dieses Vorgehen:

 

Der Quartierverein Unterseewen&Seewenstrasse hat den Gemeinderat Schwyz – einmal mehr – ersucht, sich für den Umfahrungstunnel einzusetzen. Er forderte am 1. September 2016 die Behörde auf, auch für den Tunnel einzustehen, weil für die Realisierung Bundesgelder abzuholen seien.

 

Die Antwort erst von der Gemeindekanzlei vom 5. September 2016 (Eingangsbestätigung) und dann von der Geschäftsstelle Agglomerationsprogramm vom 26. September 2016 war ernüchternd: der Tunnel sei nicht mehr im Richtplan aufgeführt, weshalb er nicht im Agglo-Programm enthalten sei…

 Josias Clavadetscher vom 'Bote' fasste beim Thema 'Agglomerationsprogramm' nach und stellte dabei fest, dass die Schwyzer Eingabe in Bern genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgt sei:

 (Quelle: 'Bote' vom 12.10.2016)

   09.10.2016  Weiterer Stresstest für Oberseebner Strassen


Die Verbindungsstrasse zwischen Bahnhof- und Steinerstrasse wird wegen Werkleitungsarbeiten total gesperrt

p. Erst die Seewern-, dann die Hirschen-, die Bad- und schliesslich die Rütistrasse, sie alle wurden in den letzten paar Monaten kurzzeitig für jeglichen Verkehr gesperrt. Grund hierfür waren Werkleitungsarbeiten diverser Anbieter. Nun steht ab übermorgen Dienstag, 11. Oktober 2016 gleiches für die Bienenheimstrasse auf dem Programm. Die Verbindungsstrasse wird voraussichtlich für rund eine Woche total gesperrt. Umleitungen sind signalisiert.

Nachstehend die Medienmitteilung aus dem ‚Spittel‘:

 

Sperrung Bienenheimstrasse, Seewen

Infolge Werkleitungsarbeiten ist die Bienenheimstrasse zwischen dem Schulhaus Seerüti und der Einmündung in die Bahnhofstrasse ab dem 11. Oktober für zirka acht Arbeitstage gesperrt. Der Verkehr von Seewen in Richtung Steinen wird via Umfahrungsstrasse H8 - Schlagstrasse umgeleitet.

Derzeit erneuern diverse Versorgungswerke ihre Abwasserinfrastruktur an der Rütistrasse in Seewen. Im Zuge dieser Leitungsarbeiten hat die Gemeinde einen neuen Kanalisationsanschluss an der Bienenheimstrasse zu erstellen. Im gleichen Graben wird zudem die AGRO Energie Schwyz AG eine neue Fernwärmeleitung verlegen. Hierfür muss die Bienenheimstrasse mit einem zirka drei Meter tiefen Graben gequert werden. Deshalb ist die Bienenheimstrasse zwischen der Einmündung in die Bahnhofstrasse und dem Schulhaus Seerüti ab dem 11. Oktober 2016 für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die kürzere Bauzeit, der fehlende Stauraum und die kostengünstigere und effizientere Bauausführung gaben den Ausschlag für eine Vollsperrung. Es wird mit einer Bauzeit von zirka 8 Arbeitstagen gerechnet. Die entsprechende Umleitung wird signalisiert. Die Verkehrsteilnehmer von Seewen mit dem Zielort Steinen werden gebeten die Umfahrungsstrasse H8 – Schlagstrasse zu benutzen. Die Gemeinde Schwyz dankt der Öffentlichkeit für die Rücksichtname und das entgegengebrachte Verständnis.

 

Im ‚Bote der Urschweiz‘ vom 8. Oktober 2016 wurde ebenfalls auf die komplette Strassensperrung hingewiesen:

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