Chronologische Dorfgeschichte seit 1217
1217:
“Sewa“, wie Seewen auf althochdeutsch geschrieben wurde, wird erstmal urkundlich
erwähnt. Im Einsiedler Urbar, dem Zinsregister des Klosters, sind ein
“EBERHARDUS DE SEWA“ und ein “WAGEN DE SEWA“ als Schuldner eingetragen. Diese
beiden Zinsleute aus der einstmaligen Fischer- und Bauernsiedlung sind die
ersten Seewener, die ihre Namen bis in die Zeit überliefert haben.
1275: Das herrschaftliche Geschlecht der “von Sewa“ tritt in Erscheinung.
Königin Anna, die Gemahlin Rudolfs, schreibt an Ammann “Rudolf Stauffacher von
Steinen“ und Ammann “Werner von Sewa“ einen Brief, worin sie erklärt, dass die
Klosterfrauen des Zisterzienserinnenklosters “Auf der Au“ bei Steinen unter
ihrem Schutz stehen und Steuerfreiheit geniessen sollen.
1281 und 1286: Amman “Werner von Sewa“ wird zusammen mit “Arnoldt von
Sewa und Johans sin bruoder“ neuerdings urkundlich erwähnt.
1291: Gründung der Eidgenossenschaft. Bestimmt hat “Werner von Sewa“ der
zu dieser Zeit verschiedentlich als Ammann bezeichnet wird, dabei eine
massgebende Rolle gespielt.
1295: “Werner von Sewa“ und “Heinrich von Sewa“ sind in einer Urkunde als
Zeugen genannt.
1313 und 1319: In diesen Jahren vor und nach der Schlacht am Morgarten
erscheint “Arnoldt von Sewa“ nochmals in der Urkunden. Später ist das Geschlecht
der “von Sewa“ nicht mehr nachweisbar. Sein Sitz soll eine kleine Burg gewesen
sein, die dort gestanden haben soll, wo sich heute die alte Kirche befindet.
1383 - 1389: Ein “Rechta Gilg von Engiberg“ lässt sich als Schwyzer
Landammann nachweisen. Er ist 1386 Anführer der Schwyzer bei der Schlacht von
Sempach.
1450: Bau der ersten Kapelle.
1493: Bischof Hugo von Konstanz stellt für die Kapelle einen Ablassbrief
aus. Gleichzeitig spenden neun Kardinäle einen Ablass für verschiedene
Marienfeste und das Kirchweihfest.
1500: Neubau an Stelle der ersten baufälligen Kapelle. Es beginnen die
Wallfahrten zum Gnadenbild “Unserer Lieben Frau von Seewen“. Der Legende nach
wollte eine Frau aus den Niederlanden das Muttergottesbild aus den
Reformationswirren nach Einsiedeln retten. Auf der Seewener Allmend ruhte sie
aus und konnte das bild nicht mehr weitertragen, bis man sich entschloss, es in
die nahe Kapelle zu überbringen. “Lass mich, hier will ich bleiben als
gnadenspendende Gottesmutter“, soll Maria selbst der frommen Pilgerin bedeutet
haben.
1520: Der päpstliche Legat Anton Pucci, Bischof von Pistoia, gestattet
die Verlegung des Kirchweihfestes auf den Sonntag nach der Fronleichnamsoktav
und nennt in dieser Urkunde die in Seewen bestehende Kapelle zu Ehren der
seligsten Jungfrau Maria “berühmt“.
1559: Zu dieser Zeit hat nachweislich das wohl älteste Seewenerhaus, das
“Köplihaus“ im Engiberg schon bestanden. (Es handelt sich um das Haus der
Geschwister Holdener im Engiberg, das allerdings seitdem verschiedene Umbauten
erlebt hat.)
1565: Im Zusammenhang mit der Wallfahrt wird die Kapelle grosszügig
beschenkt. Die Pilger geben reichlich Geld, Paramenten und silberne Vota. Aus
den Urbarien geht hervor, dass die Kapelle zu dieser Zeit ein Kapital von 105
Pfund und an Bargeld 130 Pfund, 11 Schilling, 11 Angster und dazu ein eigenes
Gut auf dem Degenberg besitzt.
1576: Die Nonnen des Frauenklosters “Auf der Au“ bei Steinen finden
Aufnahme im “Köplihaus“, bis sie ihr Kloster im Jahre 1590 wieder beziehen
können.
1621: Auf dem Wintersried am Uetenbach in Seewen wird das Schwyzer
Hochgericht erstellt. Hier werden die Hinrichtungen mit Strick, Rad und Feuer
vorgenommen.
1642: Baubeginn einer grösseren Kapelle (der noch bestehenden alten
Kirche), die der anwachsenden Bevölkerung und den zunehmenden Wallfahrten besser
dienen soll.
1644: Kircheneinweihung. Papst Urban Vlll . gewährt vollkommenen Ablass
an den vier höchsten Marienfesten. Festlegung des Kirchweihfestes auf den
Sonntag nach dem St.-Gallustag (16.Oktober). Der Kapellenneubau kostet 2827
Gulden, 19 Schillinge.
1650: Bau des Schornohofes. Linus Birchler erwähnt unter den
Kunstdenkmälern des Kantons Schwyz den Schornohof, das heutige Bättighaus.
Reiche Innenausstattung mit herrlichen Stuckdecken. Prächtige Hauskapelle im
obersten Stock.
1653: Jungfer Barbara Heinrich von Ägeri stiftet “unser lb. Frawen zue
Seewen im Flecken Seewen gelegen an Hauptgut benambtlich 2000 Guldin Luzerner
Werung alles in Briefen und Handgeschriften“. Dieses Testat verdient deshalb
unser Interesse, weil Barbara Heinrich 1659 in Zug als Hexe verdammt und
hingerichtet wird. Nach einem Streit, der bis 1672 dauert, erhält aber Zug durch
einen gütlichen Vergleich die Summe nach dem alten Grundsatz “wo der Leib, da
falle auch das Gut“.
1668: Johann Kaspar Dettling lässt sich als erster bekannter Schulmeister
nachweisen. Es soll schon früher eine Schule bestanden haben. Ab 1700 bis 1835
besorgt der jeweilige Kaplan den Schulmeisterdienst im Untergeschoss des
Pfrundhauses.
1700: Johann Georg von Rickenbach von Arth zieht als erster ständig in
Seewen wohnhafter Kaplan in das neu erbaute Pfrundhaus neben der Kapelle ein.
1710: Erstmals ist in Protokollen des Schwyzer Landrates vom Bad Seewen
die Rede. Vermutlich setzte der Badebetrieb um 1700 ein.
1718: Das heutige “Alte Rössli“ wird als erstes eigentliches Badhaus vom
Besitzer des “Kreuz“, Hauptmann Anton Abyberg, errichtet.
1732: Es erscheint ein erster gedruckter Bericht über die Wirkungen und
Heilkräfte der Heilquelle in Seewen vom Besitzer des Bades “zum Kreuz“ Jacob
Rudolf Rochus Abyberg.
1761: Die Kapelle wird umgestaltet: Turmerneuerung, Bau der Empore, im
Schiff wird eine Tonnenwölbung angebracht und mit herrlichen Stukkaturen
versehen.
Diese Umgestaltungsarbeiten erstrecken sich bis ins Jahr 1775.
1784: Der Münzmeister des Landes Schwyz, David Anton Städelin, baut ein
neues Streckwerk zur Münzprägung im Wintersried in der sogenannten
“Silberstrecke“. Bis zur Aufhebung des kantonalen Münzregals im Jahre 1848 wird
hier für den Kanton Schwyz das Geld geprägt.
1794: Josef Thomas Fassbind von Schwyz wird zum Kaplan in Seewen gewählt.
Als erklärter Gegner der helvetischen Verfassung wird er am 27. August 1798
gefänglich eingezogen und nach Luzern abgeführt. 1803 wird er einstimmig zum
Pfarrer von Schwyz gewählt und 1811 mit dem Amt des bischöflichen Kommissars
bedacht. Kommissar Fassbind geniesst hohes Ansehen als schwyzerischer
Geschichtsschreiber.
1798: Am 25. Dezember meldet der Unterstatthalter des Cantons Waldstätte,
dass der “Bürger Paul Küttel“ zum neuen Kaplan bestimmt sei. Dieser, ein
ehemaliger Mönch des Klosters Muri, vom Aufklärungsgeist erfüllt, flieht im
Jahre 1799 vor den herannahenden kaiserlichen Truppen. 1806 findet er in Goldau
beim Bergsturz den Tod.
1799: Einbruch der
Franzosen. Die einst reiche Kapelle büsst wertvolle Gegenstände ein.
1806: Goldauer Bergsturz am 2. September. Seewen wird durch die
austretenden Fluten des Lauerzersees überschwemmt. Beträchtlicher Schaden an
Wohnbauten und Ställen. Glücklicherweise keine Todesopfer.
1833: Die Glieder des “Sarnerbundes“, umfassend die Kantone mit
konservativer Geisteshaltung (Gegenpol zum “Siebnerkonkordat“, dem Schutzverband
der Kantone mit freisinniger Verfassung) tragen im Bad Seewen und geben sich als
Gegensatzung zur gleichzeitig in Zürich tagenden eidgenössischen Tagsatzung aus.
1835: Eröffnung der Pferdepostlinie Zug - Arth - Steinen - Seewen -
Schwyz - Brunnen. Im Sommer täglich ein Kurs, im Winter dreimal wöchentlich.
1841: Seit diesem Jahr sind die Protokolle der Kapellgemeinde und des
Kapellrates erhalten. Schon um 1600 wir aber von einer “Nachpurschaft“ und 1760
von einer “Kapellgemeindt“ gesprochen. (Diese Institutionen befassten sich
früher nicht nur mit den kirchlichen, sondern auch mit den weltlichen Belangen
des Dorfes Seewen.)
Seewen bewirbt sich erfolglos um einen neuen Kaplan, da die Pfründe zu mager
sind. Die Kapellgemeinde beschliesst, einen eigene freiwillige Steuer zu
erheben, um das Gehalt des Kaplans erhöhen zu können.
1852: Beschluss der Kirchgemeinde Schwyz (politische
Gemeindeversammlung), in Seewen einen Friedhof zu errichten, weil der Friedhof
bei der Pfarrkirche St. Martin zu klein geworden ist. Der Bischof erhebt
Einspruch, so dass der Plan nicht zustande kommt und in der Folge ein
Gemeindefriedhof im Bifang errichtet wird.
Einrichtung einer Brauerei
im Gasthaus Kreuz durch Johann Bättig. Die Brauerei wird nach kurzer Zeit ins
heutige Bättighaus verlegt. Gebraut wird bis zum Jahre 1894.
1856: Vor Jahresfrist hat der Kantonsrat die Errichtung eines Kantonalen
Lehrerseminars beschlossen. Der erste Sitz ist das Haus zum “Seehof“, wo es bis
1868 verbleibt, um nachher ins neu erstellte Seminargebäude in Rickenbach zu
übersiedeln.
1859: Errichtung einer eidgenössischen Postablage im Badhotel Rössli.
Erster Posthalter Badwirt Josef Beeler. 1882 wird das Postbüro ins
Stationsgebäude der Gotthardbahn verlegt, 1898 in den Neubau I.M. Marty (heute
steht an dieser Stelle das ASCO-Haus), 1928 in den Neubau Amstutz und
schliesslich 1963 an den jetzigen Standort im Neubau Mettler. Der ständige
Bedarf nach grösseren Posträumen schon nach relativ kurzer Zeit widerspiegelt
eindrücklich den Aufschwung unserer Ortschaft in den letzten 100 Jahren.
1882: Die Gotthardbahn nimmt den Betrieb auf.
Bau der Bahnhofstrasse und heutige Gotthardstrasse von Seewen nach Ibach.
Mit der Eröffnung der Gotthardbahn erweitert die Viehhandesfirma Mettler ihren
internationalen Handel. Schon früher vermittelte sie Vieh nach Italien, das zu
Fuss über den Gotthard geführt wurde.
Mit der Errichtung der Eidgenössischen Zeughäuser beginnt die industrielle
Entwicklung des Dorfes.
Eröffnung des Hotels Schwyzerhof, vornehmlich als Passantenhotel.
1887: Gründung des
Schützenvereins.
1888: Seewen zählt 450 Einwohner.
1893: Die Gebrüder Theodor und Anton Schuler, Weinhändler in Schwyz
errichten das Kellereigebäude neben dem Eidgenössischen Zeughaus. 1974-1975
grosszügiger Ausbau. 1981 Erweiterung durch Übernahme der Lagergebäude USEGO AG.
Heutige Firmenbezeichnung St. Jakobskellerei Schuler & Co. AG.
1897: Bau des ersten Schulhauses (Schulhaus bei der Alten Kapelle).
1900: Eröffnung des Tramlinie Seewen-Schwyz. Bis dahin wurde die
Verbindung vom Bahnhof zum Dorf Schwyz durch vorerst vier, später neun
Pferdekurse (Omnibuswagen) aufrecht erhalten.
1901: Gründung der Feldmusikgesellschaft.
1902: Rekordjahr der gewerblichen Eisausbeute im Lauerzersee. Es werden
350 Eisenbahnwagen Eis in die ganze Schweiz und ins benachbarte Ausland
versandt. Die Eisausbeute wurde seit 1880 bis1945 in grösserem Ausmasse
betrieben.
Am 23. August Brand des Badhotels Sternen an der Bienenheimstrasse. Ein
dreieinhalbjähriges Kind des Hoteliers kommt in den Flammen um. Die 72 im Hause
logierenden Gäste können nur das nackte Leben retten. Das Badhotel Sternen wird
nicht mehr aufgebaut. Das verbleibende Badhotel Rössli hält den Kurbetrieb noch
bis Ende der 1920er-Jahre aufrecht, nachher richtet sich auch dieses für den
Passantenverkehr ein.
Beginn der Ausbeute des heutigen Steinbruchs.
1905: Gründung des Kirchenchors.
1908: Gründung des Samaritervereins.
Die Kunsthonigfabrik Max Felchlin beginnt mit der Produktion. Sie entwickelt
sich zu einem schweizerisch führenden Unternehmen für die Herstellung von
Konditoreihilfsstoffen.
1910: Gründung der freiwilligen Feuerwehr.
1911: Das Gaswerk nimmt den Betrieb auf. Von Seewen aus werden die
Gemeinden Schwyz, Ingenbohl, Steinen und die Ortschaft Goldau mit Gas beliefert.
1914: Ausbruch des Ersten Weltkrieges. An die beiden Militärbetriebe:
Eidgenössisches Zeughaus und Armeeverpflegungsmagazine werden gewaltige
Anforderungen gestellt. Von 1914-1918 sind die Eidgenössischen Zeughäuser
Zentralbekleidungsmagazin für die ganze Armee. Im zweiten Weltkrieg 1939-1945
besorgen sie einen Drittel der Nachschlub- und Reparaturarbeiten der Armee.
1917: Karl Weber-Schulthess erstellt auf dem 1896 erworbenen
Grobeisenlagerplatz an der Bahnhofstrasse eine Konstruktionswerkstätte. 1924
Ausweitung Eisenhandel durch den Bau einer Lagerhalle (neben Gaswerk). 1949
Übernahme Konstruktionswerkstätte durch Paul Weber. 1963 Lagerneubau mit
Betonstahlbiegerei im Acherli durch Karl Weber-Wiget. Seit 1974 unter der
Firmenbezeichnung KAWEBA AG, Stahl + Baubedarf.
1919: Gründung des Einwohnervereins Seewen. Über die besondere Bedeutung
dieser Interessengemeinschaft der Seewener Bevölkerung wird an anderer Stelle
berichtet.
1920: Gründung der Kleinkinderschule durch den Einwohnerverein.
Die Bettwarenfabrik Adolf Staub & Co. (ASCO) nimmt den Betrieb auf. Vorerst in
den Schlachträumen der ehemaligen Metzgerei Rey an der Alten Gasse, seit 1924 am
jetzigen Standort neben dem Hotel Rössli. Heutige Firmenbezeichnung: ASCO/Decorta
AG.
Die Firma Bättig, Bierdepot, steigt in den Kohlen- und später in den
Heizölhandel ein.
1921: August Mettler-Planzer nimmt den Handel mit landwirtschaftlichen
Produkten auf.
1923: Die Metallwarenfabrik Schlittler & Co. AG fabriziert vorerst
Stahlspäne in den Lagerräumen der Kirschbrennerei Landtwing, 1926 übersiedelt
sie an die Franzosenstrasse, beginnt mit der Fabrikation von Kupferlappen und
metallisierten Zierbändern und erweitert den Betrieb später durch den Handel mit
Korbwaren.
1925: Der Einwohnerverein schafft einen “Sprengwagen“ an, zur
Staubbekämfung auf den Strassen mit Sulfitlauge. Erst im Jahre 1932 erhält die
Bahnhofstrasse einen staubfreien Belag.
1929: Josef Küttel-Fuster gründet eine Handelsfirma für Landesprodukte
und Mineralwasser.
1930: Martin Reichlin übernimmt die Pferdefuhrhalterei Theodor
Inderbitzin, beginnt schon zwei Jahre später mit der Motorisierung des Betriebes
und hat sich in der Folge auf die Bahnhofcamionnage und Möbeltransporte
spezialisiert.
1932: Die Filialkirche Seewen (Alte Kapelle) erhält das Taufrecht. Bis
anhin war für die Taufen die Pfarrkirche Schwyz zuständig.
Eröffnung des Postautokurses Seewen-Lauerz.
Betriebsaufnahme der Schlossfabrik Albert Ganz im ehemaligen Tramdepot neben dem
Restaurant Gotthard. Weiterführung durch Anton Kistler, der 1956 in einen Neubau
in der Sternmatte übersiedelt. Herstellung von Sicherheitsschlossanlagen und
Spezialzylindern, System BAAL.
1936: Gründung der Negusgesellschaft, die fortan als fasnächtliche
Dachorganisation verantwortlich zeichnet. NEGUS-Negesti ist der jeweilige
Herrscher über das neguanische Fasnachtsreich.
Gründung des Jodlerklubs “Seerösli“, der sich im Jahre 1953 wieder auflöst. (Die
verbliebenen Aktiven werden vom Einwohnerverein verwaltet, der sie einer
Organisation mit ähnlicher Zielsetzung zur Verfügung stellt.)
1939: Melchior Weber baut neben den Eidgenössischen Zeughäusern
(Eisenhof) Lagergebäude für Stahl- und Sanitärmaterial und errichtet eine
Armierungsstahlbiegerei. Schon seit 1903 betrieb die gleiche Firma neben dem
Hotel Schwyzerhof ein Grobeisenlager.
1943: Gründung einer Sektion des Eidgenössischen Turnvereins - ETV. Aus
dem Turnverein gehen in den folgenden Jahren eine Männerriege, eine Damenriege,
eine Frauenriege und einen Jugendriege hervor.
1944: Die Kirchgemeinde Schwyz beschliesst eine Erweiterung des
Schulhauses und den Bau einer Turnhalle. Wegen Materialknappheit am Ende des
Zweiten Weltkrieges wird das Vorhaben erst 1948 verwirklicht.
Gründung des Katholischen Arbeitervereins.
1949: Gründung Einzelfirma Paul Weber durch Übernahme der
Konstruktionswerkstätte und Schlosserei an der Bahnhofstrasse. 1981 Umwandlung
in Aktiengesellschaft.
1950: Durch Kantonsratsbeschluss wird die Möglichkeit geschaffen, bei
geheimen Wahlen und Abstimmungen in Seewen eine Stimmurne aufzustellen.
Gründung des Eishockeyclubs.
Die bestehende Pferdefuhrhalterei Josef Senn stellt auf Lastwagenbetrieb um. Sie
wird zu einem führenden Unternehmen in der nationalen und internationalen
Transportbranche. Seit 1981 Senn Transport AG mit ca. 50 Lastwagen.
1951: Die CELFA AG nimmt den Betrieb auf. Die Firma befasst sich mit der
Herstellung von Filmunterlagen, einem Halbfabrikat, das in der Foto- und
Filmindustrie weiterverarbeitet wird.
1956: Beginn der Überbauung Sternmatte an der Bienenheimstrasse.
1957: Die Kapellgemeinde beschliesst den Bau einer neuen Kirche auf dem
Krummfeld.
Gründung des Gesellenvereins und des Blaurings.
Die USEGO bezieht ihren Neubau im Wintersried. Es handelt sich um eine
Einkaufsgenossenschaft selbständiger Detaillisten der Lebensmittelbranche. Von
Seewen aus werden ca. 200 Kolonialwarengeschäfte in den Kantonen Schwyz, Uri,
Zug und in einigen Luzernergemeinden mit Waren versorgt. 1982 wird die
Verteilstelle Seewen aufgehoben.
1959: Die Futtermittelhandelsfirma Josef Reichmuth erstellt eine
Getreidemühle unterhalb des Bahnhofs. 1967 wird die Firma von Karl
Sigrist-Amstutz übernommen.
1960: Grundsteinlegung der Neuen Marienkirche Seewen
1961: Am 8. Dezember kann die neue Kirche im Krummfeld eingeweiht werden.
Einweihung Neue Marienkirche Seewen (8.12.)
Jubiläum 25 Jahre Negusgesellschaft Addis-a-Seeba mit Umzug und einem Spiel.
Gründung der Jungwacht.
Mit der Überbauung der
Gardi mit Wohnblöcken durch die Versicherungsgesellschaft “PATRIA“ wird unser
Dorf durch ein ideales Wohnquartier bereichert.
1963: Gründung des Frauen- und Müttervereins.
Baubeginn der grossen Unterführung im “Acherli“.
Beschluss Gemeinde-Abstimmung über Ausbau Bahnhofstrasse Betriebseinstellung Strassenbahn Schwyz-Seewen (15.12.)
Das Tram, das Seewen mit
Schwyz verbindet, wird am 15. Dezember durch einen Busbetrieb ersetzt.
1964: Am 3. Juli Eröffnung der Unterführung für den durchgehenden
Nord-Süd-Strassenverkehr. Der Bahnübergang mit der Barriere beim Hotel Rössli,
der durch die vielen und enormen Stockungen des Durchgangsverkehrs
internationale Berühmtheit erlangt hatte, wird geschlossen.
Überbauung Rösslimatte an der Bahnhofstrasse.
Antrag EV an Bezirksgemeinde: Projektierung Seewenerstrasse.
Eröffnung grosse
Unterführung im Acherli (3.7.)
Bau eines modernen Schweinemastbetriebs im Wintersried durch Josef
Reichmuth-Nölly. Im Jahre 1980 Übernahme des gesamten Betriebes inklusive Handel
mit Molkereiprodukten durch Sohn Josef Reichmuth-Studer.
1965: Kantonsgerichtspräsident Dr. Dominik Auf der Maur, 1896 in Seewen
geboren und auf dem Stelzli aufgewachsen, wird zum Präsidenten des Ständerates
gewählt. Er wird am 2.12. mit einem “grossen Bahnhof“ in Seewen empfangen.
Verwerfung der 1. Landerwerbsvorlage für den Bau des Schulhauses Krummfeld (Umfange 11'427 m2).
Empfang Ständeratspräsident
Dr. Dom. Auf der Maur, ab Stelzli Seewen, Kantonsgerichtspräsident in Schwyz
(2.12.)
1966: Am 1. Januar wird die Kuratkaplanei zur selbständigen Pfarrei
erhoben. Zum ersten Pfarrer wird der bisherige Kaplan Josef Bruhin ernannt.
Die Stimmbürger der Gemeinde Schwyz beschliessen in einer 2. Abstimmung am 11.
Dezember einen Landankauf von 8'600 m2 ab der Liegenschaft Krummfeld
für den Bau eines zweiten Schulhauses.
Neu-Instrumentierung Feldmusik Seewen.
Eröffnung der kleinen Unterführung beim Rössli am (8. Oktober).
Lehrer Meinrad Rauchenstein-Schindler tritt am (1. Oktober) in den Ruhestand.
Genehmigung 8'600 m2
Landkauf für Schulhaus Chrummfeld (11.12.)
1967: Die Pfarrgemeindeversammlung (neue Benennung der Kapellgemeinde
seit Errichtung einer selbständigen Pfarrei) beschliesst am 3. März die
Einführung des Frauenstimm- und -wahlrechtes.
Aktion “Bahnhof-Bemalung“: Die ganze Dorfschaft verschönerte in einer
Freiwilligenaktion das Bahnhofgebäude.
Grosse Feier vom vom 7. bis 9 Juli, mit verschiedenen kulturellen
Veranstaltungen, zur Erinnerung an die vor 750 Jahren erfolgte erste Nennung von
Seewen (SEWA) im Einsiedler Urbar. Der Gedenkbrunnen bei der Unterführung Rössli
ist bleibendes Zeugnis dieses geschichtlichen Ereignisses.
Eröffnung des Hotels Kristall.
1968: 50. Jubiläumsgeneralversammlung Einwohnerverein Seewen am 31.
Januar.
1969: Staatsempfang in Addis-a-Seeba am 16. Februar.
Einweihung Neues Schulhaus
Chrummfeld (25.10.)
Der Kindergarten, bisher unter Obhut des Einwohnervereins, wird von der Gemeinde
übernommen.
Am 25. Oktober wird das Schulhaus Krummfeld eingeweiht, wofür der Kostenaufwand
von 1,436 Millionen Franken am 18. Februar 1968 vom Stimmbürger der Gemeinde
Schwyz bewilligt wurde.
1970: Eröffnung Motel Barcarola am 17. Juli.
Die Häuser in Seewen werden nummeriert.
An der Bezirksgemeinde wird
der Ausbaukredit für die Seewenerstrasse genehmigt.
1971: Beginn der Bauarbeiten an der Nationalstrasse N 4 Seewen - Brunnen.
Vom 21. bis 23. Mai finden die Seebner Musiktage statt, mit einer
Neuuniformierung und einer Fahnenweihe der Feldmusik Seewen.
1972: Erstellung des Wanderweges “Gertenbann“ durch den Einwohnerverein
im Frondienst (Aussichtspunkt am Urmiberg). Er wird 1981 durch die Schüler des
Lehrerseminars Rickenbach zum Anlass der vor 125 Jahren erfolgten Gründung
dieser Lehranstalt mit erstem Sitz in Seewen als Waldlehrpfad ausgebaut.
Eröffnung Kantonalbank-Filiale Seewen.
Ausbau alter Promenadenweg
im Gertenbann um Urmiberg
1973: Überbauung Acherli, beim Anschlusswerk N 4/T 8.
Gründung der Katzenmusik.
1974: Die Firma Käppeli AG errichtet eine Teermischaufbereitungsanlage im
“Acherli“ in Unterseewen (Einsprachen der Anwohner und des Einwohnervereins
blieben erfolglos.
Baubeginn der Siedlung “Stelzli“ Seewen.
Eröffnung der
Truppenunterkunft ALST beim Zivilschutz-Zentrum im Wintersried. Brigadier
Jeanmaire, gibt eine Einlage am Klavier.
1975: Die Kiesaufbereitungsanlage an der SBB-Linie der Firma Steinbruch
Zingel AG wird gebaut.
Am 5. Juli stirbt Josef Bruhin, erster Pfarrer von Seewen. Als Nachfolger wird
Domherr Anton Immoos, bisher Pfarrer in Altendorf, gewählt.
Brand Hotel Sonnenberg. Es sind drei Todesopfer (u.a. aus der Familie des
Besitzers) zu beklagen.
1976: Staatsempfang in Addis-a-Seeba am 29. Februar.
Eröffnung des Teilstückes Seewen-Brunnen der Autobahn N 4.
Renovationsbeginn Alte
Kapelle Seewen
1977: Grosse Unwetterkatastophe am 31. Juli: Der Siechenbach trat über
die Ufer.
Eröffnung der Kunsteisbahn
Zingel beim Seebad am 5. November.
1978: Einweihung der Alten Kapelle am 4. Juni; bis 1961 Seelsorgskirche
von Seewen und seit Jahrhunderten als Wallfahrtskapelle zu “Unserer Lieben Frau
von Seewen“ bekannt, wurde seit der Einweihung der Pfarrkirche (8.12.1961) nicht
mehr benutzt. Mit Hilfe von Bund, Kanton und vielen Spendern ist sie zu neuem
Glanze erstanden.
Genehmigung eines Gemeindebeitrag an den Neubau des Bahnhofes im Umfang von
80'000.-
1979: Unser Mitbürger, Kantonsrat Karl Weber, 1935 in Seewen geboren,
wird vom Schwyzervolk in den Nationalrat gewählt.
Baubeginn der T 8 Umfahrung Seewen im Westen.
Baubeginn Gleisanlagen Bahnhof Seewen
1980: Letztes
Kinder-Skirennen am Urmiberg. Start im Lützli, Zielhang Bauernhof-Rain.
Organisator war - wie jedes vorangegangene Jahr bei genügender Schneemenge - der
Turnverein.
1981: Eröffnung der Autobahn N 4 Richtung Norden, Strassen-Teilabschnitt
Seewen-Goldau.
Überbauung Krummfeld.
Abbruch des alten Bahnhofgebäudes und Verschiebung des Güterschuppens in
Richtung Süden. 1982 wird der Bahnhof neu erstellt sein. Es werden
Einsteigeperrons errichtet, die unterirdisch zugänglich sind.
Seewen zählt rund 2300 Einwohner.
1982: Die Umfahrung
Schwyz (Zubringerstrasse Kaltbach - N 4), wird als wichtige Teilstrecke der T 8
am 30. Juli eröffnet.
Die USEGO Seewen wird am 26. Februar stillgelegt.
Neugründung und Wiederbelebung der Wuhrkorporation Seewern. Bis in die
Vierzigerjahre floss die Seewern in einem Zickzack-Kurs ab dem Bauernhof
Richtung Brunnen und war bis zum Areal Senn auch „schiffbar“. Unter dem
Präsidium von Alois Amstutz sen. wurde eine Wuhrkorporation gegründet, welche
die Seewernkorrektur an die Hand nahm. Durch Tod oder Wegzug verschiedener
Vorstandsmitglieder verlief diese Organisation aber im Sand und wurde erst auf
Betreiben des Bezirks 1982 wieder gegründet. Erster Präsident war Karl Sigrist,
Futtermühle.
Eine Kehricht-Deponie im “Zingel“ kommt erstmals ins Gespräch.
Eröffnung Umfahrung
Seewen-Chaltbach T 8 (30.6.)
Gründung der Interessengemeinschaft (IG) Lauerzersee.
Der Deutsche Bundespräsident Carl Carstens (BRD) macht Staatsbesuche im Kanton
Schwyz und eröffnet inoffiziell den Bahnhof Seewen am 17. August.
100 Jahre Gotthardbahn mit diversen Aktivitäten und Feierlichkeiten.
Beginn Überbauung
Sternenmatt.
1983: Erste Überdachung der Kunsteisbahn im Zingel. Als Novum diente ein
Sarnatent-Zeltdach gegen Schnee und Regen.
Überbauungsschub Industriegebiet Riedmattli.
23. bis 25. September: Mit einem mehrtägigen Bahnhoffest wird der neue Bahnhof
seiner Bestimmung übergeben.
1984: Erster Zingel-Triathlon des EHC Seewen. Bis 1995 wird dieser
Wettkampf von internationaler Bedeutung ausgetragen, davon fünfmal als Schweizer
Meisterschaft.
Zentral-Schweizer Nationalturntag, STV Seewen.
In diesem Jahr hat die BSZ Stiftung die Liegenschaft Appert (4'526 m2)
gekauft und darauf den heutigen Produktionsbetrieb und Wohneinheiten für
Menschen mit Behinderungen geschaffen. 1989 wurde der Betrieb in Seewen
aufgenommen. Die BSZ Stiftung ist heute ein moderner Industriebetrieb, welcher
punkto Leistungsfähigkeit und Termintreue auf dem Markt besteht. In Seewen sind
rund 100 Angestellte in der Produktion, Hauswirtschaft und Administration tätig.
Ca. 130 Menschen mit einer Behinderung sind in Seewen beschäftigt, 35 leben in
Wohngruppen in der Bättigmatte und Hausmatt. Gegründet wurde die BSZ Stiftung
1973. Ziel der Stiftung ist es, für Menschen mit einer Behinderung ein Umfeld in
den Bereichen Arbeit und Wohnen zu schaffen. In der BSZ Stiftung (Seewen,
Steinen, Brunnen, Einsiedeln, Lachen, Pfäffikon) arbeiten per 2004 insgesamt
rund 550 Mitarbeiterinnen an verschiedensten Arbeits- und Ausbildungsplätzen.
Rund 95 Personen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen wohnen in Seewen,
Brunnen und Einsiedeln in begleiteten Wohngruppen.
Geschäftsaufgabe Familie Bättig, Bierdepot + Heizöl.
Der Eishockeyclub Seewen
steigt am 16. März erstmals in die 1. Liga auf.
Stiftung Behindertenbetrieb im Kanton Schwyz kauft 4'526 m2 Land ab der
Appertmatte für Bau von Werkstätten und Wohnheim.
Martin Reichlin verzichtet nach 50 Jahren auf die SBB-Bahncamionnage.
1985: Gründung der Guggemusig Notäwürger.
Baubeginn Hausmatt-Überbauung.
1986: Schliessung und Umbau des Hotels und Restaurants Schwyzerhof.
Eröffnung des Nelson-Pub.
Jubiläum 50 Jahre
Negusgesellschaft Addis-a-Seeba.
1987: Jubiläum 100 Jahre Schützenverein Seewen.
1988: Bezugsbeginn der Hausmatt durch die BSZ-Stiftung, 1989
Betriebsaufnahme.
Jubiläum 100 Jahre eidg. Zeughaus Seewen.
30. Dezember: Brand ASCO-Gebäude. Wegen des Grossbrandes wurde die Gotthardlinie
der SBB für Stunden gesperrt.
1989: 1. August: Eröffnung der Schaukäserei und des Restaurants
Schwyzerland.
Mitbürger Alex Auf der Maur wird am eidg. Schwingfest in Stans Kranzgewinner.
Diesen Erfolg wiederholt er 1992 in Olten und 1995 in Chur.
1990: Bezug Neubau Turnhalle Krummfeld Seewen.
1991: Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten „Schwyz 1:1“ wird das
Restaurant Gotthard, welches seit dem Tod des Besitzerin Albina Schuler Anfang
der Achzigerjahre leer steht, nochmals eröffnet und von verschiedenen Vereinen
geführt. Ebenso kann das „Lädeli“ im hinteren Teil (seit den späten
Fünfzigerjahren nicht mehr in Betrieb, aber immer noch eingerichtet) besichtigt
werden. Die ganze Ladeneinrichtung geht ein Jahr später an das Schweizerische
Landesmuseum.
85. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest im Wintersried mit 228 Teilnehmern.
Schliessung des Hotels Rössli. Das Haus wird vorübergehend Durchgangsheim für
Asylbewerber, später Ausbildungszentrum der Caritas.
Bau Acherli 3. Block und Gesamtrenovation der anderen zwei Mehrfamilienhäuser.
Dank positiv verlaufener Volksabstimmung wird ein Kredit für die umfassende
Sanierung des alten Schulhauses Seewen gesprochen. Die alte Turnhalle wird in
eine Mehrzweckhalle umfunktioniert und dient fortan auch als Veranstaltungsort
grösserer Dorf- und Vereinsanlässe. Der Haupt-Turnbetrieb findet zur Hauptsache
in der 1990 in Betrieb genommen Turnhalle Krummfeld statt.
Das alte Schulhaus erhält - als Ergebnis aus einem grossen Wettbewerb - den
neuen Namen Seerüti und wird im Sommer 1992 seiner Funktion zurückgegeben.
1993: Gründung Seebner Mittagsclub im Gasthaus Kreuz.
Jubiläum 50 Jahre STV Seewen.
1994: Jubiläum 300 Jahre Schuler-Weine. Feierlichkeiten auf dem Gelände
der ehemaligen USEGO an der Seewernstrasse.
Bezug Neubau Lagerhalle und Handwerkzentrum Arthur Weber Stahl AG im
Wintersried.
1995: Gründung der Guggemusig Urmi-Schlegel
1996: Bau Mehrfamilienhaus Bahnhofstrasse 116 a + b.
Schliessung des Restaurants Bahnhof. Wirtin Irma Mettler geht in Pension.
Integration der Firma KAWEBA in die Arthur Weber Stahl AG. Die Stahlverarbeitung
in der grossen KAWEBA Halle wird aufgegeben.
Am 24. Juli wird nach heftigen Diskussionen um den Standort das vom Bezirk
Schwyz betriebene Krematorium in Wintersried eingesegnet.
Überbauungsschub Industriegebiet Steinbislin. Strüby Holzbau realisiert eine
grosse Produktionshalle.
1997: Eröffnung Neubau Kantonalbank Schwyz an der Bahnhofstrasse 132.
Inbetriebnahme des Neubaus Stadion Zingel.
Inbetriebnahme der Schlackendeponie im Zingel.
Beginn Überbauung Rösslimatt Nord-Ost.
5. bis 7. September: Einweihungsfeier und -fest Sportanlage Wintersried Seewen
(Baueingabe 2. Sept. 1994, Spatenstich 7. Nov. 1994).
1998: Beginn Überbauung Bättigmatte 1. Etappe / 2. Etappe im Mai 2000.
Jubiläum 50 Jahre Männerriege Seewen.
1999:
Innenrenovation Schulhaus Krummfeld und Erstellung eines Pausendachs.
DAS Jahrhundert-Hochwasser; Parkplatz Barcarola, Campingplatz und Badi
überflutet. Auch einige Häuser entlang der Seewern. Ebenfalls überflutet viele
Strassen rund um den See und die Seewernstrasse.
Neubau und Inbetriebnahme des Betriebsgebäudes Seebad Seewen mit grossem
Badifest.
Umfangreiche Renovation Pfarrkirche Seewen.
Durch einen gemeinderätlichen Beschluss vom 26.11.99 wird die Filialurne in
Seewen - unter Protest des EVS und der Bevölkerung - ab 1.1.2000 aufgehoben. Zur
Hauptsache begründet wird dies mit der Einfachheit der immer beliebter werdenden
brieflichen Stimmabgabe.
Eröffnung der Landi Schwyz im 'Steinbislin'.
15. November: Eröffnung “Otto’s“ (ehemals “Otto’s Warenposten“) an der
Bahnhofstrasse 105.
2000: Bezug der zwei Mehrfamilienhäuser an der Achermattstrasse 3 + 5.
Beginn Gesamtrenovation Gardi-Überbauung.
Schliessung des Restaurants Seehof. Wirtepaar Karl und Maria Wiget
gehen in Pension.
2001:
Jubiläum 50 Jahre EHC Seewen.
Jubiläum 100 Jahre Feldmusik Seewen.
Eröffnung Weinkiste und Küferei der Weinhandlung Schuler.
Die Firma BIG-X AG, Biotech und Genetik, nimmt ihren Betrieb - das Samensexing -
an der Franzosenstrasse auf.
2002: Spatenstich / Baubeginn Coop-Center im Steinbislin.
Im Juli weitere Bau-Etappe von Eigenheimen auf der Dorfgrenze Seewen/Schwyz in
der sogenannten 'Kreuz-Matte' an der Dreilindenstrasse.
2003: 23. Januar: Bekanntgabe der Zusammenlegung des eidg. Zeughauses
Seewen mit dem Zeughaus Amsteg per 1. Januar 2004. Was soviel heisst: der
Seebner Betrieb verliert nach 115-jährigen Bestehen seine Selbständigkeit.
Zurzeit arbeiten im Seebner Zeughaus noch 120 Personen. Ein Grossteil des
Zeughausareals, rund 37'500 Quadratmeter, will das VBS verkaufen.
14. Juni: Kleines Fest aus Anlass der Wiederinstandstellung des (fast
vergessenen) Panoramaweges 'Gertenbann' am Urmiberg. Die Arbeiten wurden vom
Asylwesen der Gemeinde Schwyz in Zusammenarbeit mit dem Einwohnerverein
durchgeführt.
Sommer: grosse Graffiti-Wegputzaktion durch den Einwohnerverein in
Zusammenarbeit mit dem Asylwesen der Gemeinde Schwyz.
Dezember: Abbruch des Bädertraktes des ehemaligen Badhotels Rössli in
Unterseewen.
2004: Seit 1. Januar erfolgt die Post-Zustellung für das Dorf Seewen ab
der Poststelle Schwyz.
12. Januar: Beginn der Bauarbeiten des ersten Kreisels in Seewen bei der
SBB-Unterführung 'Acherli'
Januar: Abbruch des ehemaligen Hotels 'St. Gotthard' sowie des ehemaligen
Brennereigebäudes 'Schindler/Landtwing' an der Bahnhofstrasse. An deren Stelle
entsteht eine Auto-Ausstellüberdachung, eine Coop-Tankstelle und ein Shop
(Eröffnung am 29. Mai 2004).
14. März: Der letzte Sonntagsverkauf der Bahnbillette am Bahnhofschalter in
Seewen. Jetzt ist der Schalter nur noch unter der Woche für die Bevölkerung
offen. Ein Billettautomat steht schon seit längerer Zeit zur Verfügung.
März: Abbruch einer alten Werkhalle der KAWEBA an der Bahnhofstrasse. Neubau
durch die 'Warenbörse'.
Erstes Hochwasser im neuen Jahrtausend! Heftige Regenfälle vom 31. Mai bis 4.
Juni liessen den Lauerzersee und die Seewern über die Ufer treten. Hinter 1999
war dies das zweitschlimmste Hochwasser in den letzten 25 Jahren.
15. Juni: Eröffnung des ersten kantonalen Tierheimes im Gebiet 'Burg' im
Engiberg. Initiiert vom Tierschutzverein Schwyz. Im Heim werden aktuell Plätze
für 22 Hunde im Hundehaus und 12 Katzen in einem Katzenzimmer angeboten. Geplant
sind ein weiteres Katzenzimmer sowie eine Nagerstation.
7. Juli: Schwerer Unfall in der 'Zingelwand' oberhalb der Lauerzerstrasse: vier
Felsreiniger kommen bei einem Wendemanöver morgens um 7 Uhr mit ihrem Fahrzeug
von der Waldstrasse ab und stürzen in die Tiefe. Erst zwei Stunden später werden
sie in einer spektakulären Hilfsaktion gerettet. Alle Arbeiter sind mittel bis
sehr schwer verletzt.
Bettag: Badmeister Joe Reichmuth mit Familie verlassen nach 26-jähriger Tätigkeit
die Seebner Badi und gehen in den verdienten Ruhestand. (Beachten Sie dazu den
Badmeister-Bericht unter der Rubrik 'Dorfgeschichte und Reportagen'!)
29. September: Bekanntgabe, dass das Zeughaus Seewen-Schwyz per Ende 2005
definitiv geschlossen wird. Die letzten 37 Stellen werden ersatzlos gestrichen.
Noch 1995 beschäftigte der Bund in Seewen 170 Personen! Das gesamte Areal wird
voraussichtlich 2006 verkauft; viele interessierte haben sich schon beim Kanton
(= Koordinationsstelle) gemeldet.
21. Oktober: Eröffnung des 'seewen markt' des Detailhandelsunternehmens Coop im
Steinbissli. Offiziell wird am gleichen Tag auch der 1. Seebner Kreisel - 'jener
im ' Acherli '- seiner Bestimmung übergeben, ebenso wie die Lichtsignalanlage
auf der Umfahrungsstrasse H8. Kreisel und Signalanlage sind aber bereits einige
Tage davor in Betrieb genommen worden.
20. November: Das Transportunternehmen Senn mit 70 Fahrzeugen, 85 Angestellten
und 10 Vertragsfahrern lässt verlauten, dass es per 1. Januar 2005 an den
Transportleader Planzer Transport AG übergeht. Der Betrieb des in den 20er
Jahren gegründeten Familienunternehmens wird in gleichem Stil weitergeführt. Die
Planzer-Gruppe mit Sitz in Dietikon (ZH) sieht das Seebner Unternehmen als
ideale Ergänzung zu ihrer rund 1'100 Fahrzeuge umfassenden Transport-Flotte. Das
Grossunternehmen fasst damit in der Zentralschweiz Fuss.
2005: 28. April: Eröffnung eines DENNER-Satelliten an der Bahnhofstrasse 170, als Ablösung der PRIMO-Filiale. Das Detaillisten-Paar Herbert und Regula Annen treten weiterhin als selbständige Unternehmer auf. Neu mit dem Sortiment von DENNER.
5. Mai: 'Installation' des neuen Badmeister-Ehepaares Pius und Patricia Lenzlinger-Strüby. Sie treten die Nachfolge an von Joe und Erika Reichmuth-Etter, welche die Badi 26 Jahre leiteten. (Siehe separate Reportage unter der Rubrik 'Dorfgeschichte und Reportagen').
5. Juni: JA des Stimmvolkes der Gemeinde Schwyz zu einem Verpflichtungskredit von 1,2 Millionen Franken zur Fassadenrenovation mit Wärmedämmung zugunsten des Schulhauses Krummfeld in Seewen. Renovationsbeginn im Herbst 2005, Schlussarbeiten im Sommer 2006.
22. Juni: Das gab es noch nie seit Bestehen der Gotthardbahn 1882. Von 18 bis 21 Uhr, totaler Zusammenbruch des SBB-Fahrleitungsnetzes in der ganzen Schweiz. Es fuhren keine Züge mehr. In Seewen war es während über drei Stunden 'gespenstig ruhig' entlang des SBB-Trasses...
22./23. August: Wegen
Jahrhunderthochwasser wurden 1000 Schwyzer evakuiert. In der Gemeinde Schwyz war
wieder einmal Unterseewen vom Hochwasser stark betroffen. Am Restaurant
Bauernhof staute sich die Seewern. Der Fluss weitete seinen Lauf auf die ganze
Seewernstrasse aus, ebenfalls war die ganze Badi unter Wasser. Die
SBB-Unterführung wurde geflutet, das Wasser erreichte beinahe den neuen Kreisel.
Der Autobahn Abschnitt Goldau - Brunnen wurde geschlossen (Wasser auf der Höhe
Seemattli). Das Wasser stieg 35 cm höher als im Rekordjahr 1999. Die
Gewerbeschau an diesem Wochenende musste abgesagt werden.
Verfasser von diesen
Zeilen bis 1982 alt Posthalter Alois Amstutz
Verfasser der Jahre 1982-2005: Alfred Neff, Peter Rickenbacher und Roland Horat